In den vergangen Wochen und Monaten wurden im Bezirk Deutschlandsberg – Hegering 1 – vereinzelt akustische Hinweise betreffend eines Goldschakal Vorkommens wahrgenommen. Zusätzlich zu diesen akustischen Hinweisen wurde im Jänner des heurigen Jahres ein Trittsiegel fotografiert, welcher mit großer Wahrscheinlichkeit von einem Goldschakal stammen könnte.
Diese Wahrnehmungen wurden Fr. Jennifer Hatlauf MSc – Projektleiterin zum Thema „Verbreitung des Goldschakals in Österreich“ – gemeldet. Seit Oktober 2015 läuft am IWJ (Institut für Wildbiologie und Jagdwirtschaft, Universität für Bodenkultur Wien) ein Projekt, das sich mit der Verbreitung des Goldschakals in Österreich beschäftigt.
In Abstimmung mit Fr. Hatlauf bitte ich alle Naturnutzer um eine aktive Mitarbeit bei der Suche nach Hinweisen betreffend Goldschakale.
Sollten Trittsiegel gefunden werden, empfiehlt es sich diese abzumessen bzw. einen Gegenstand als Referenzgröße daneben zu platzieren (siehe Beispielfoto), jedoch sind Trittsiegel nicht leicht zu bestätigen. Fotos von Fotofallen wären natürlich am eindeutigsten und wichtigsten. Sollten akustische Hinweise (einen Link betreffend Hörprobe findet ihr am Ende des Textes) wahrgenommen werden, empfiehlt es sich diese zeitnahe zu melden und wenn es geht direkt aufzunehmen. Bei akustischen Hinweisen gibt es die Möglichkeit einer akustischen Simulation um die Anwesenheit von Goldschakalen festzustellen. Im Rahmen des Goldschakalprojektes, wird dafür systematisch und idealer Weise großräumig im Abstand von 4 km mit einem tragbaren Megaphon ein artspezifischer Ruf abgespielt. Goldschakale werden damit zu einer Antwort stimuliert und man kann ihren Standort bestimmen.
Der Goldschakal zählt mit einer Schulterhöhe von bis zu 50 cm, einem Körpergewicht bis 15 kg und einer Körperlänge von etwa 105 cm zum mittelgroßen Raubwild. Damit ist der Goldschakal auch größer und langbeiniger als der Fuchs aber deutlich kleiner als der Wolf. Erkennungsmerkmale des Goldschakals sind unter anderem die zusammengewachsenen Ballen der beiden Mittelzehen und die im Verhältnis zum Körper eher kurze Rute (ca. 30 cm). Sein Fell ist gelblich-grau bzw. rötlich und im Bereich des Rückens und der Schwanzspitze dunkel und seitlich sowie an den Beinen goldfarben. Seine braune Gesichtsmaske wird von einer weißen Zeichnung um das Maul und am Hals geprägt.
Hinweise auf das Vorkommen von Goldschakalen können direkt an Fr. Jennifer Hatlauf MSc. gemeldet werden. Die Kontaktdaten finden sie am Ende des Blogs
Vielen Dank für Ihre Mithilfe
Weidmannsheil
JAGAHANS
Link: Hörprobe Goldschakal
Kontaktdaten von Fr. Hatlauf:
(IWJ) Institut für Wildbiologie und Jagdwirtschaft
Department für Integrative Biologie und Biodiversitätsforschung,
Universität für Bodenkultur, Wien
Adresse: Gregor-Mendel-Straße 33, 1180 Wien
Mail: hatlauf@hotmail.com/ jennifer.hatlauf@boku.ac.at
mobil: +43 (650) 500 21 58
web: www.goldschakal.at
(Abb.1: Felix Böcker)
(Abb.2: Jennifer Hatlauf)